Türchen 19 | Was fehlt in diesem Advent

Heute öffnet sich Türchen 19 der Catsimo Adventslichter. Es geht um das, was im Advent besonders sichtbar wird: das Fehlen – und warum es gerade jetzt so viel Raum einnimmt.

Türchen 19 der Adventslichter

Wenn das Licht die Lücken hell macht: Vom Fehlen im Advent

Die Adventszeit gilt als die „staade Zeit“ – die stille Zeit. Doch Stille ist nicht gleich Stille. Es gibt die gemütliche Stille, in der man dem Knistern der Kerzen lauscht und es gibt die laute, drückende Stille, die dort entsteht, wo früher ein sanftes Schnurren oder das Tippeln kleiner Pfoten zu hören war.

Gerade jetzt, wo wir unsere Wohnungen festlich schmücken und es uns gemütlich machen, merken wir oft schmerzhaft: Der Advent macht nicht nur Lichter sichtbar, sondern auch Lücken.

Warum der Verlust jetzt besonders schmerzt

In der Psychologie spricht man oft vom „Anniversary Effect“ oder der verstärkten Trauer an Feiertagen. Das hat meist drei Gründe:

  • Die Macht der Rituale: Viele unserer Adventsrituale sind eng mit unseren Tieren verknüpft. Die Katze, die beim Plätzchenbacken neugierig um die Beine strich, oder der Liegeplatz am Fenster, von dem aus sie die ersten Schneeflocken beobachtet hat. Fällt das Tier weg, bricht ein Teil der Tradition weg.

  • Der Fokus auf „Zuhause“: Advent findet drinnen statt. Wir ziehen uns in unsere eigenen vier Wände zurück. Wenn genau dort ein wichtiger Teil der Familie fehlt, wird das Gefühl von „Zuhause“ brüchig.

  • Der Kontrast zur Außenwelt: Draußen scheint alles zu glitzern und „fröhlich“ zu sein. Dieser Kontrast macht die eigene innere Leere oft noch deutlicher spürbar.

Die Katze am Fenster – ein Bild, das bleibt

Vielleicht ist es bei dir die Katze, die nicht mehr am Fenster sitzt. Dieser leere Platz ist mehr als nur ein Quadratmeter Raum. Er war ein Fenster zur Welt, das ihr gemeinsam geteilt habt. Wenn dieser Blick nach draußen nun einsam geworden ist, fühlt sich das ganze Zimmer anders an.

Es ist wichtig zu wissen: Das darf sein. Trauer braucht kein Timing und sie hält sich nicht an den Kalender. Das Fehlen ist ein Beweis für die Liebe, die war – und die immer noch da ist.

„Trauer ist eigentlich nur Liebe, die keinen Ort mehr hat, an den sie gehen kann.“

Ein stilles Zeichen setzen

Wenn du dich in diesen Tagen einsam fühlst oder die Lücke besonders groß ist, versuche nicht, das Gefühl wegzudrücken. Manchmal hilft es, dem Fehlen einen bewussten Platz einzuräumen:

  • Zünde eine eigene Kerze nur für dein Tier an.
  • Erlaube dir, Rituale zu verändern, wenn die alten zu sehr schmerzen.
  • Teile deine Gedanken mit Menschen, die verstehen, dass ein Tier nicht „nur eine Katze“ war, sondern ein Familienmitglied.

Gemeinsam durch die stille Zeit

Heute im 19. Türchen der Catsimo Adventslichter möchte ich diesen Lücken den Raum geben, den sie verdienen. Du musst damit nicht allein sein.

Auf Instagram tauschen wir uns heute darüber aus. Wenn du magst, komm vorbei und teile in den Kommentaren, was dir in diesem Advent fehlt. Oder hinterlasse einfach ein stilles Zeichen (vielleicht ein 🤍 oder eine 🕯️) – auch das wird gehört und verstanden.

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