04.04.2024

Artikelserie | Der richtige Weg zur Katze

Teil III - Der Auslandstierschutz

Auslandstierschutz

Notfelle gibt es ĂŒberall - bei uns in Deutschland und auch im Ausland. Nur streiten sich darĂŒber die Geister, welche Anlaufstelle nun die Bessere ist, einem armen Tier zu helfen. Generell jedoch bin ich der Meinung, dass aktiver Tierschutz an keiner Landesgrenze festgemacht werden bzw. enden sollte.

Aus diesem Grund möchte ich in diesem Artikel etwas nÀher auf das Thema Auslandstierschutz eingehen.

Warum eine Katze aus dem Ausland?

Viele Auslandstierschutzvereine werden mit dieser Frage regelmĂ€ĂŸig konfrontiert. Zudem fĂ€llt dabei die Aussage, es gĂ€be bereits genug Katzen in deutschen Tierheimen und eine Samtpfote aus dem Ausland wĂŒrde somit einer Tierheimkatze den Platz wegnehmen. DiesbezĂŒglich solltest Du Dir jedoch darĂŒber bewusst sein, dass die ZustĂ€nde im Ausland mit unseren ĂŒberhaupt nicht vergleichbar sind.

Beispielsweise gibt es in Deutschland keine Tötungsstationen (Perreras) und noch mehr als bei uns kĂ€mpfen insbesondere in sĂŒdeuropĂ€ischen LĂ€ndern die Straßenkatzen alltĂ€glich ums Überleben. Was das Ansehen betrifft, werden Samtpfoten im Ausland großtenteils leider nur als Sache angesehen, jeder X-Beliebige kann sich deshalb seinem Tier ohne Angabe von GrĂŒnden kostenfrei in solchen Tötungsstationen entledigen oder er entsorgt es ganz einfach in der nĂ€chsten MĂŒlltonne. Eine Tötung in der Perrera erfolgt auf brutale Weise (erschlagen, vergasen, etc.) innerhalb einer bestimmten Frist.

In diesen LĂ€ndern ist es von keiner Bedeutung, streunende Katzen zu vergiften, zu erschlagen oder sie mit kochendem Wasser oder SĂ€ure zu ĂŒbergießen. Man kann sogar sagen, es ist an der Tagesordnung!

Deshalb ist Auslandstierschutz nicht dazu da, dem Land dabei zu helfen, dessen Probleme zu lösen (denn Tierleid wird dort nicht als Problem angesehen!), sondern er hilft damit ganz einfach den Tieren! Von seriösen Vereinen werden nur eindeutig vermittelbare und gesunde Tiere nach Deutschland gebracht.

Wie hilft der Auslandstierschutz noch?

Es ist nicht allein damit getan, so viele Katzen wie möglich aus dem Ausland nach Deutschland zu holen und sie zu vermitteln. Kastrationsprojekte und AufklĂ€rungsarbeit an der Bevölkerung vor Ort sind meines Erachtens das A und O! Die Kosten dafĂŒr sind deshalb nicht zu unterschĂ€tzen und so bleibt den Tierschutzvereinen am Ende nicht sehr viel hĂ€ngen. Im Gegenteil - allein an den SchutzgebĂŒhren wird meistens ĂŒberhaupt nichts verdient und ohne Spenden wĂŒrde auch ein Auslandsverein nicht existieren können.

Damit sich potentielle Dosenöffner ein erstes Bild von verschiedenen Katzen machen können, verfĂŒgen die meisten Auslandstierschutzvereine ĂŒber sehr informative WebprĂ€senzen und so ist oftmals „die Liebe auf den ersten Blick" entscheidend, welche Samtpfote einziehen soll. Da viele Auslandskatzen nicht direkt von der Tötungsstation ins neue Zuhause vermittelt werden, sondern sich schon im Ausland auf Pflegestellen befinden, können auch hier oftmals genaue Angaben uber die WesenszĂŒge der Tiere gemacht werden.

Ganz genauso wie bei einer Katze aus dem deutschen Tierheim solltest Du Dir aber auch hier darĂŒber bewusst sein, dass die Samtpfote evtl. Schlimmes erlebt hat und ein wenig mehr Zeit dafĂŒr beanspruchen kann, sich dementsprechend neu einzuleben.

Ist die Entscheidung fĂŒr eine Katze erstmal gefallen, das Anfrageformular (oftmals Selbstauskunft) ausgefĂŒllt, dann wird der Verein eine sogenannte Vorkontrolle veranlassen um zu sehen, wie und wo das Tier kĂŒnftig leben soll. Bei positivem Ergebnis steht dann einem Transport ins neue Zuhause nicht mehr im Wege.

Die Samtpfoten erhalten vor Ausreise einen EU-Heimtierausweis, sind vollstÀndig geimpft und meist auch auf FIV & FeLV getestet.

Werde Flugpate!

Aus Zeit- und KostengrĂŒnden sind viele Auslandstierschutzvereine ganzjĂ€hrlich auf Flugpaten angewiesen. Damit bietest Du Dich als Flugbegleitung fĂŒr gerettete Tiere an und nimmst die Fellnase am Flughafen Deines Urlaubslandes entgegen. Katzen können in der Regel mit in die Kabine, grĂ¶ĂŸere Tiere (Hunde) werden im Laderaum verfrachtet. Bist Du im Ankunftsflughafen angekommen, brauchst Du das Tier nur noch an seine neue Familie oder den hiesigen Tierschutzverein zu ĂŒbergeben. 

Damit leistest Du ohne ganz easy einen großen Beitrag fĂŒr den Tierschutz ♄ und das Tolle ist, dass Dir dabei keinerlei Kosten entstehen!

NĂ€heres ĂŒber eine Flugpatenschaft kannst Du bei dem jeweiligen Verein erfragen. 

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